February 16, 2009

Wie geht es weiter?

Salman Masalha

Wie geht es weiter?


Es mag schwierig erscheinen, nach dem Gaza-Krieg über Frieden zu sprechen. Aber es ist Zeit, sich mit den wesentlichen Streitpunkten auseinanderzusetzen, die eine Verständigung zwischen Palästinensern und Israelis verhindern. Israelis müssen zuerst an Israelis denken, nicht an Juden. Und die Palästinenser müssen zuerst an Palästinenser denken, nicht an Muslime. Andernfalls wird der Konflikt ein tief religiöser Kampf um heilige Gräber – ohne Raum für Kompromisse. In den vergangenen Dekaden scheint es, als würden beide Seiten langsam im blutigen Ozean der Religionen versinken.

Um sie aus dem Dreckwasser herauszuziehen, bedarf es eines starken internationalen Drucks: auf Israel, damit es sich komplett aus den besetzten Gebieten, inklusive Ostjerusalem, zurückzieht und ein palästinensischer Staat gegründet werden kann – und auf die Palästinenser, damit sie das Existenzrecht Israels als Nationalstaat aufrichtig anerkennen.

Gleichzeitig müssen beide Nationen in ihrer Verfassung eine Trennung von Religion und Staat verankern. Europa, das maßgeblich an der Schaffung des Problems beteiligt war, kann bei seiner Lösung eine tragende Rolle spielen, indem es den Eintritt von Israel und Palästina in die EU garantiert. Wenn nicht, dann wird diese blutige Tragödie sicher früher oder später Europa erreichen.

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Published in: Kunst+Kultur


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    المتابع من أبناء جلدتنا لما يجري في هذا العالم الواسع يجد نفسه أمام ظاهرة فريدة. فلو نظرنا إلى ما يحصل من أحداث نرى أنّ القاسم المشترك بينها هو أنّ غالبيّتها هو مواقع وقوعها الجغرافية. إذ نرى أنّها تحدث في الأصقاع التي توصف بانتمائها إلى العالمين العربي والإسلامي.

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